
GALERIE
SYNOPSIS, CAST & CREW
Synopsis
Eine missglückte Aktion des britischen Geheimdienstes in Budapest hat politische Folgen: Der langjährige MI6-Chef „Control“ (John Hurt) und seine rechte Hand George Smiley (Gary Oldman) müssen ihren Hut nehmen und eine junge Generation um den intriganten Percy Alleline (Toby Jones) übernimmt die Macht im „Circus“, wie der Auslandsgeheimdienst von seinen Agenten genannt wird.
Nur wenige Monate später wird Smiley reaktiviert: Im direkten Auftrag der Regierung soll er einem ungeheuren Verdacht nachgehen: Gibt es an der Spitze des Circus einen Maulwurf des sowjetischen KGB? Fünf Männer sind verdächtig: der neue Chef Percy Alleline, der selbstbewusste Bill Haydon (Colin Firth), der altgediente Roy Bland (Ciarán Hinds), de Bürokrat Toby Esterhase (David Dencik) und – sein Ziehsohn Smiley selbst.
Smiley ist schockiert, dass Control ihn des Verrats für fähig hielt. Zusammen mit dem jungen Agenten Peter Guillam (Benedict Cumberbatch) ermittelt Smiley fortan in den eigenen Reihen. Um den Verräter zu finden, muss sich auf seinen Verstand und alte Freunde verlassen. Viele Spuren verlaufen im Sand, bis schließlich der junge Agent Ricki Tarr (Tom Hardy) aus einem Einsatz in Istanbul einen entscheidenden Hinweis mitbringt. Smiley ahnt: Wer immer der Maulwurf ist – er ist Smiley um mehrere Züge voraus. Denn hinter ihm steht Karla, der brillante Stratege des KGB, der genau um Smileys größte Schwäche weiß.
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Reise in die Vergangenheit
Wohl kaum ein Autor kennt sich besser in der Welt der Spionage aus als John le Carré. Über zwanzig meisterliche Romane veröffentlichte er, nachdem er bis in die Ära des Kalten Krieges unter anderem als Undercover-Agent für die britischen Geheimdienste MI5 und MI6 arbeitete. Mit dem schweigsamen Spion George Smiley stellte er bereits 1961 in seinem Debütroman „Schatten von Gestern“ jene Figur vor, die zu seiner berühmtesten Schöpfung avancieren und zentraler Charakter einer Reihe weiterer Bücher werden sollte. Darunter auch „Dame, König, As, Spion“, als Roman erstmals veröffentlicht 1974 und als Meisterwerk der Spionageliteratur im kulturellen Kanon des 20. Jahrhunderts unumstritten.
Bis zum Fall der Berliner Mauer hingen die Schatten Smileys und seiner mysteriösen Parallelwelt tief über den Weltläuften, bis dann auch für die Geheimdienste eine neue Zeitrechnung anbrach. Doch seit Ende des Kalten Krieges haben le Carrés Sixties-Stoffe nichts an Spannung und fast greifbarer Paranoia verloren, sondern wurden immer wieder von Geschichtenerzählern studiert und interpretiert – nicht zuletzt im Kino. Und so erschien es nur folgerichtig, dass Drehbuchautor Peter Morgan eine neue Adaption von DAME, KÖNIG, AS, SPION vorschlug. Tim Bevan, Co-Gründer und -Chairman der Produktionsfirma Working Title Films, dachte sich, um Smiley im Film zu zitieren: „Der Moment ist gekommen.“
Bevan erklärt: „Inzwischen leben wir in einer anderen Welt, weshalb ich es für eine exzellente Idee hielt, einen Film über diese Zeit aus der Distanz unserer Gegenwart zu betrachten. Ermutigt und inspiriert zum Beispiel durch Florian Henckel von Donnersmarcks Das Leben der Anderen (2006) beschlossen wir, einen englischsprachigen Thriller zu drehen, in dem fast vergessene, ideologische Konflikte vor historischer Kulisse auch zur Ursache profunder, privater Tragödien werden. Als Peter eine Verfilmung von ‚Dame, König, As, Spion’ ins Spiel brachte, hatten wir das definitive Standardwerk des Genres gefunden – und ich kontaktierte le Carré persönlich.“ Er gab uns dann nicht nur seinen Segen, sondern begrüßte eine zeitgemäße Adaption sogar mit Enthusiasmus. „John le Carré bestand darauf“, erinnert sich Working Title-Chef Bevan, „dass wir uns nicht sklavisch an die Vorlage halten und ermutigte zur Neuinterpretation des Materials. Dabei gingen wir selbstverständlich mit höchstem Respekt vor, wie es bei Working Title seit langem schon bei Literaturverfilmungen üblich ist.“
DAME, KÖNIG, AS, SPION beginnt, als George Smiley aus dem unfreiwilligen Ruhestand geholt wird, um mit all seinen Tricks und Erfahrungen einen russischen Maulwurf zu enttarnen, der tief im MI6 vergraben ist – oder im „Circus“, wie der britische Geheimdienst im Film heißt. „Die Story ist zunächst ein klassisches ’Wer ist der Täter?’“, sagt Bevan, „in der fieberhaft ein Doppelagent gesucht wird. Aber aus diesem Erzählkern entwachsen zahlreiche Story-Spiralen, zudem spielt es auf mehreren Zeitebenen – ein Balanceakt. Vereinfacht man den Plot, wird die Komplexität des Buches untergraben. Folgt man jedem Erzählfaden, wird es zu verworren für einen Kinofilm. Aber was heute ebenso gültig ist wie vor vierzig Jahren oder in hundert Jahren, ist die Tatsache, dass Menschen einander vertrauen und betrügen. Mit Themen wie Loyalität und Verrat, Ehrlichkeit und Falschheit erzählt DAME, KÖNIG, AS SPION eine universale Geschichte über Leute, die im Leben von anderen Leuten stöbern – und recht verlogen sind, was ihr eigenes Leben betrifft.“
John le Carré bestätigt dies, wenn er sagt: „Die Welt der Spione in meinen Büchern ist eine Metapher für die große Welt, in der wir alle leben. Wir beschummeln einander, belügen uns selbst, erfinden kleine Geschichten und schauspielern uns durchs Leben. Im Berufsleben, in der ganz normalen Welt ist das doch nicht viel anders. Ich glaube, dass DAME, KÖNIG, AS, SPION auch darum bis heute seine Wirkung nicht verfehlt. Als ich das Buch schrieb, wollte ich diese Universalität des Stoffes ausschöpfen und traf offenbar einen Nerv. Die Menschen wollten ihr Leben widergespiegelt sehen im Kontext einer Verschwörung. Das ist ein wiederkehrendes Muster zwischen den Menschen und den Institutionen, die sie erschaffen.“
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In Smileys Haut
Obgleich die Darstellung von Sir Alec Guinness gemeinhin zuerst mit le Carrés Figur des George Smiley assoziiert wird, weist der Autor gern darauf hin, dass der Meisterspion bereits von einer Reihe Schauspielern verkörpert wurde. So wurde Smiley bereits durch Denholm Elliott, Rupert Davies, Peter Vaughan und James Mason verkörpert (letzterer spielt ihn als James Dobbs in einer Verfilmung des Romans „Schatten von Gestern“). „Smiley ist ein stiller Zeitgenosse“, skizziert Bevan den Charakter, „der in der Wandvertäfelung eines Raumes verschwindet, während er sorgsam lauscht und beobachtet. Doch diese Passivität ist nicht mit Schwäche zu verwechseln – Smiley hat einen stahlharten Kern und braucht nicht laut werden oder wild durch die Gegend schießen, um sich zu beweisen.“
Als den „perfekten Spion“ gar bezeichnet ihn Alfredson, weil Smiley untergeht in der Masse und sich keinerlei öffentliche Gefühlsregungen erlaubt. „Man könnte meinen, dass Smiley wegen seiner rigiden Beherrschtheit keine gute Kinofigur abgibt“, so der Regisseur weiter, „doch das Gegenteil ist der Fall – erst recht, wenn man dafür den besten Schauspieler seiner Generation anheuern kann. Als jemand Gary Oldman als George Smiley vorschlug, war das ein perfekter Casting-Moment, nach dem sich nie mehr jemand einen besseren Hauptdarsteller hätte vorstellen können. Gary kann seine Brillengläser mit einem Tuch putzen und ist dabei fesselnder anzusehen als drei Actionstars. Er ist ein Star – und trotzdem ein Chamäleon geblieben. Bei aller Kontrolle war er selten so verletzlich wie in DAME, KÖNIG, AS, SPION und fügt den vielen fantastischen Figuren seiner Karriere eine neue Krönung hinzu.“
John le Carré, der zu Lebzeiten eine gute Freundschaft mit Sir Alec Guinness pflegte, blieb nicht minder beeindruckt von Oldmans Arbeit: „Ich war restlos hypnotisiert von seiner Performance. Auf gewisse Weise habe ich mich immer mit Alecs Smiley identifiziert, doch Gary formt einen neuen Mann aus der Vorlage. Man fühlt die Beherrschung seiner Kunst, wenn er sein eigenes Leben verlässt und eine Rolle komplett ausfüllt. Mit seinem Smiley spürt man den Schmerz, die Gefahr und die Härte der Figur, den Schatten der Einsamkeit und manchmal ein Flackern von Grausamkeit in den Augen.“
Nachdem er sich bei Gesprächen mit le Carré „zweifellos wie Guinness damals einige kleine Charakteristika“ des Autoren für Smiley borgte und sich ein kugelrundes Beamtenbäuchlein anfutterte, gestaltete Gary Oldman die Figur in enger Zusammenarbeit mit Alfredson. Statt eine Perücke zu wählen, ließ sich der Schauspieler die Haare bleichen und alterte mit silbrigen Strähnen um Jahre. Die dickrandige Brille, die bei Smiley die Funktion eines undurchdringlichen Gitters vor den Augen als Fenster zur Seele einnimmt, wurde von Oldman irgendwo in seiner Vorbereitungszeit aufgespürt.
„Gary arbeitet sehr intuitiv und man vertraut als Regisseur seinen Entscheidungen“, so Alfredson, „aber zugleich ist er offen für Ideen oder Kritik. Es war wirklich atemberaubend, ihn bei der Arbeit zu sehen. Gary ist immer unglaublich vorbereitet und es fühlte sich oft an, als würde er die Realität verlassen und vor unser aller Augen zu George Smiley werden.“
„Ich habe so einige extrovertierte Charaktere gespielt in der Vergangenheit“, sagt Oldman über seinen monolithischen Part in DAME, KÖNIG, AS, SPION, „und darum genoss ich es, jemand so Ruhiges und Bedachtes darzustellen. Er macht kein Aufhebens um sich, sondern bleibt geduldig wie ein Schachspieler, der auf den entscheidenden Zug lauert.“
„Es war eine Ehre, diese große Rolle angeboten zu bekommen, um ehrlich zu sein – nicht zuletzt, weil ich ein Bewunderer von John le Carré bin. Ich hoffe, dass der Film noch mehr Leute dazu ermuntert, seine Bücher zu lesen. Großbritannien hat eine lang zurückreichende Spionage-Tradition und ich würde sagen, dass wir ziemlich gut spionierten. Doch wir pflegten auch eine romantische Betrachtungsweise, der le Carré die Realität entgegen hielt.“
„George Smiley ist ein köstlicher Charakter, eine wundervolle Herausforderung für jeden Schauspieler. Er besitzt starken Sinn für Moral – und erkennt zugleich die dunklen, unethischen Seiten seines Schaffens. Er kann die Stellschrauben der Bürokratie in seinem Sinne bedienen und Menschen manipulieren, deren Schwächen und Anfälligkeit er sieht wie auf einem Radar. Und vor allem ist er bestechend vielseitig und so vieles zugleich – von mildem Gemüt und mit gefährlichem Scharfsinn, mit einem Gedächtnis wie eine Stahlkammer und versiert im Spionage-Geschäft wie wenige. Doch trotz allem ist er ein angeschlagener Mann, verfolgt von Melancholie und privaten Verlusten. Welch brillante Idee von le Carré, ihn ausgerechnet Smiley zu nennen! Im Buch steht nur, er sei eher kurz geraten, unattraktiv und übergewichtig. John le Carré sagte mir, dass ich alle Freiheiten hätte, mir Smiley zu eigen zu machen – und ich hoffe nur, was Anständiges daraus gemacht zu haben, was dieser absoluten Ausnahmefigur gerecht wird.“
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Die Darsteller
GARY OLDMAN (George Smiley)

Gary Oldman erblickte im Süden Londons am 21. März 1958 das Licht der Welt und studierte dank eines Stipendiums Theaterwissenschaften, während er bereits auf der Bühne arbeitete. Für eine Inszenierung von „The Pope‘s Wedding“ am Londoner West End erhielt er 1985 Auszeichnungen als bester Schauspieler und bester Newcomer, bevor er anschließend auch im Kino den Durchbruch schaffte, als er in Alex Cox‘ explosivem Biopic Sid & Nancy (1986) den Sex Pistols-Gitarristen Sid Vicious mit extremer Intensität verkörperte. Für seine nächste Rolle als kaputter Poet in Das stürmische Leben des Joe Orton (Prick Up Your Ears, 1987) wurde er erstmals für den britischen Filmpreis BAFTA nominiert.
Zehn Jahre später gewann er die Trophäe gleich doppelt – als Regisseur und Autor seines bis heute leider einzigen Spielfilmes Nil By Mouth (1997). Schon Anfang der Neunziger war Oldman nach Amerika gegangen und etablierte sich dort in Filmen wie JFK – Tatort Dallas (JFK, 1991) oder True Romance (1993) als einer der besten Charakterdarsteller seiner Generation. Seinen Hang zu vorliebig sinistren Exzentrikern setzte er in Filmen wie Léon – Der Profi (Léon, 1994), Air Force One (1997) oder Das fünfte Element (The Fifth Element, 1998) fort, bevor Oldman dem großen Kino entnervt vom Mainstream einige Jahre den Rücken kehrte und zurück nach England zog. Sein ungeahnt subtiles Comeback feierte der einst Unzähmbare ausgerechnet mit stillen, altersweisen Figuren in zwei Blockbuster-Franchises. So besetzte ihn Christopher Nolan in all seinen drei Batman-Filmen – demnächst in The Dark Knight Rises (2012) – als integren Polizeichef James Gordon, während Oldman insgesamt in fünf Titeln aus der Harry Potter-Reihe als Sirius Black zum Entertainment für die ganze Familie beitrug.
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BENEDICT CUMBERBATCH (Peter Guillam)

Cumberbatch wurde am 19. Juli 1976 geboren und studierte Schauspielerei sowohl an der Universität von Manchester als auch an der London Academy of Music and Dramatic Art (LAMDA). Mit Erfolg: So konnte er bereits drei BAFTA-Nominierungen für seine Hauptrollen in den Fernsehproduktionen „Hawking“, „Small Island“ und „Sherlock“ verzeichnen. Auch mit seinen Theaterverpflichtungen, zu denen Danny Boyles spektakuläre „Frankenstein“-Inszenierug zählt, sorgte Cumberbatch bereits in jungen Jahren für Aufsehen. Für seine Performance in Richard Eyres Fassung von „Hedda Gabler“ erntete er jeweils einen Laurence Olivier und Ian Charleston Award.
Zu Cumberbatchs vorangegangenen Kinofilmen zählen Joe Wrights Abbitte (Atonement, 2007), Die Schwester des Königs (The Other Boleyn Girl, 2008), Creation (2009), Four Lions (2010), The Whistleblower (2010) sowie Steven Spielbergs Gefährten (War Horse, 2011). Derzeit steht er neben seinem „Sherlock“-Partner Martin Freeman als Teil des Ensembles von Peter Jacksons Der Hobbit vor der Kamera.
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DAVID DENCIK (Toby Esterhase)

Der gebürtige Schwede David Dencik wuchs in Dänemark auf, bevor er 2003 die Stockholmer Ausbildungsschmiede Teaterhögskolan absolvierte und rasch zu einem der populärsten Schauspieler Skandinaviens aufstieg. Zu seinen TV-Credits zählen Serien wie „Wallander“ oder „The Killing“, während er für seine Darstellung eines Transsexuellen in dem Film En soap (2006) bei der Berlinale mit dem Silbernen Bären prämiert wurde. Mehrfach wurde er zudem für Filme wie Bruderschaft (Broderskab, 2009) oder Alles außer Liebe (Uden for kaerligheden, 2007) für die wichtigsten Filmpreise Schwedens und Dänemarks nominiert. Nachdem er bereits in der schwedischen Adaption von Stieg Larssons Verblendung (Män som hatar kvinnor, 2009) einen Part übernommen hatte, ist er demnächst auch in David Finchers US-Adaption Verblendung (The Girl with the Dragon Tattoo, 2011) zu sehen. Außerdem brachte Dencik vor DAME, KÖNIG, AS, SPION noch Steven Spielbergs Theateradaption Gefährten (War Horse, 2011) in den Kasten.
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COLIN FIRTH (Bill Haydon)

Für seine Darstellung des König George VI. in The King‘s Speech (2010) wurde Colin Firth bei den Oscars 2011 als bester Darsteller geehrt, nachdem er für die Hauptrolle in Tom Fords A Single Man (2009) bereits nominiert war. Dank The King‘s Speech konnte Firth seine Trophäensammlung außerdem um Golden Globe, Screen Actors Guild Award, BAFTA, British Independent Film und Critics‘ Choice Award erweitern, während er für A Single Man als bester Darsteller beim Filmfest Venedig sowie mit einem BAFTA geehrt wurde.
Firth wurde am 10. September 1960 in Grashott in Hamphshire geboren und besuchte das Chalk Farm Drama Centre, wo er im Abschlussjahr bei einer „Hamlet“-Aufführung entdeckt wurde. Nach europaweit auffälligen Rollen in A Month in the Country (1987), Valmont (1989) oder Circle of Friends – Im Kreis der Freunde (1995) übernahm Firth die britische Insel im Sturm, als er in einer Miniserien-Adaption von „Stolz und Vorurteil“ den Mr. Darcy mimte und ihn eine ganze Generation schmachtender Zuschauerinnen ins Herz schloss.
In den Folgejahren wählte Firth mit hohem Qualitätsbewusstsein Rollen in Oscar-Filmen wie Der englische Patient (The English Patient, 1996) und Shakespeare in Love (1998) oder in Kassenhits wie Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück (Bridget Jones‘s Diary, 2001) und Tatsächlich ... Liebe (Love Actually, 2003). In den letzten Jahren sah man ihn in so thematisch wie stilistisch weit gefächerten Werken wie Eine zauberhafte Nanny (Nanny McPhee, 2005), Die letzte Legion (The Last Legion, 2007), Mamma Mia! (2008) oder Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray, 2009). Zuletzt drehte er unter der Regie von Michael Hoffman und nach einem Skript der Gebrüder Coen neben Cameron Diaz den Film Gambit (2012).
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STEPHEN GRAHAM (Jerry Westerby)

Stephen Graham wuchs in seiner Geburtsstadt Liverpool auf und hatte bereits in einem guten Dutzend kleinerer Parts für das britische Fernsehen Schauspielerfahrung gesammelt, als ihm als unterbelichteter Kleinganove der Durchbruch in Guy Richies Snatch – Schweine und Diamanten (Snatch, 2000) gelang. Nachdem er fortan in Miniserien wie „Band of Brothers – Wir waren wie Brüder“ oder in Spielfilmen wie Martin Scorseses Gangs of New York (2002) agierte, wurde Graham für seine Rolle eines Skinheads in Shane Meadows‘ herausragendem Coming-of-Age-Drama This Is England (2006) für den British Independent Film Award (BIFA) nominiert.
Weiterhin agierte er in Filmen wie Tintenherz (Inkheart, 2008), The Damned United (2009), Public Enemies (2009), London Boulevard (2010), Der letzte Tempelritter (Season of the Witch, 2011), Fluch der Karibik – Fremde Gezeiten (Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides, 2011) oder Texas Killing Fields (2011). Grahams darstellerische Affinität zu Gangstern stellt er nach seiner Verkörperung von Baby Face Nelson in Public Enemies derzeit auch für das Fernsehen unter Beweis. In der von Martin Scorsese produzierten HBO-Serie „Boardwalk Empire“ glänzt er seit nunmehr zwei Staffeln in der Rolle des jungen Al Capone.
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TOM HARDY (Ricki Tarr)

Tom Hardy zählt zu den derzeit begehrtesten Nachwuchsstars der Branche und wird im Sommer 2012 in Christopher Nolans finalem Film der Batman-Trilogie, The Dark Knight Rises (2012), zu sehen sein. Zuvor feierte er, ebenfalls unter Nolans Regie, in Inception (2010) den internationalen Durchbruch.
Hardy kam am 15. September 1977 im Londoner Bezirk Hammersmith zur Welt und begann seine Karriere, als er noch inmitten der Ausbildung am Londoner Drama Center entdeckt und in einer Rolle der Miniserie „Band of Brothers – Wir waren wie Brüder“ besetzt wurde. 2003 folgten ein Evening Standard Theatre Award als Bester Newcomer sowie eine Nominierung für den Olivier Award. Für sein Wirken in britischen TV-Produktionen erhielt Mutitalent Hardy eine BAFTA-Nominierung für „Stuart: A Life Backwards“ sowie eine Nominierung der Royal Television Society für die Miniserie „The Take“.
Im Kino überzeugte Hardy vor allem in der harten Titelrolle von Nicolas Winding Refns Bronson (2008) – für seine Verkörperung des Kriminellen wurde er mit einer BAFTA-Nominierung gewürdigt. Ferner wirkte er in kleineren Rollen in Ridley Scotts Black Hawk Down (2001), Sofia Coppolas Marie Antoinette (2006) oder Guy Ritchies RocknRolla (2008). Neben DAME, KÖNIG, AS, SPION wird der smarte Mime demnächst auch als Kampfsportler in Warrior (2011) zu sehen sein.
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CIARÁN HINDS (Roy Bland)

Hinds erblickte am 9. Februar 1953 im nordirischen Belfast das Licht der Welt und begann seine Schauspielkarriere als langjähriges Mitglied des Glasgow Citizen Theatre. Neben seiner Bühnenarbeit, die ihn zu Gastspielen mit der Royal Shakespeare Company oder an den Broadway führte, hat sich Hinds zunehmend auch vor den Kameras etabliert. Unvergessen etwa seine Interpretation des Julius Cäsar in der BBC/HBO-Serie „Rom“, für die er mit dem Irish Film & Television Award (IFTA) geehrt wurde.
Eine zusätzliche IFTA-Nominierung erhielt der markante Mime, als er 2003 neben Cate Blanchett in Die Journalistin (Veronica Guerin) agierte. Zu seinen wichtigsten Filmprojekten zählen des Weiteren Kathryn Bigelows Das Gewicht des Wassers (The Weight of Water, 2000), Sam Mendes‘ Road to Perdition (2002), Joel Schumachers Das Phantom der Oper (The Phantom of the Opera, 2004), Steven Spielbergs München (Munich, 2005), Michael Manns Miami Vice (2006), Paul Thomas Andersons There Will Be Blood (2007) oder Martin McDonaghs Brügge sehen ... und sterben? (In Bruges, 2008). Als nächstes wird Ciarán Hinds neben seinem DAME, KÖNIG, AS, SPION-Kollegen Mark Strong in dem Sci-Fi-Spektakel John Carter (2012) zu sehen sein.
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JOHN HURT (Control)

John Hurt wurde am 22. Januar 1940 im britischen Shirebrook geboren und hat sich während seiner Laufbahn in über 150 Film- und TV-Produktionen den Ruf eines der besten Charakterdarsteller der Welt erarbeitet. Bei Studienbeginn an der St. Martin‘s School of the Arts wollte er ursprünglich Maler werden, bevor Hurt nach der Infektion durch das Schauspielvirus an Londons Royal Academy of Dramatic Arts (RADA) wechselte. Sein Kinodebüt gab er 1962 mit The Wild and the Willing und feierte bald darauf mit Fred Zinnemanns Ein Mann zu jeder Jahreszeit (A Man for All Seasons, 1966) seinen internationalen Durchbruch. Obwohl er regelmäßig auf der Bühne agiert, legte Hurt seinen beruflichen Schwerpunkt schon früh auf bewegte Bilder und wurde in den Siebzigern u.a. für den Fernsehfilm „The Naked Civil Servant“ und die BBC-Miniserie „I, Claudius“ gefeiert. Im Anschluss erhielt er für seine Arbeit in Alan Parkers 12 Uhr nachts (Midnight Express, 1978) seine erste Oscar-Nominierung, gefolgt von einer weiteren Nominierung für die Titelrolle in David Lynchs unvergesslichem Der Elefantenmensch (The Elephant Man, 1980). Zu Hurts wichtigsten Credits zählen ferner Rollen in Ridley Scotts Alien (1979), die Orwell-Adaption 1984, Stephen Frears‘ Die Profi-Killer (The Hit, 1984) oder Michael Caton-Jones‘ Rob Roy (1995). Zuletzt war er zudem im Zweiteiler Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Harry Potter and the Deathly Hollows, 2010) und in der Graham Greene-Adaption Brighton Rock (2010) zu sehen.
Recent works include Lars von Trier’s Melancholia starring Kirstin dunst; and Jim Jarmusch’s Dead Man and The Limits of Control.
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TOBY JONES (Percy Alleline)

Toby Jones kam am 7. September 1967 im englischen Oxford zur Welt und agierte bereits als Schüler in zahlreichen Bühnenstücken an der Abingdon School in Oxfordshire. Ohne weiteres formales Training gelang es ihm Kraft seines Talentes mit Beginn der Neunziger in der Branche Fuß zu fassen und seither nie unter mangelnder Nachfrage von Film, Fernsehen oder Theater zu klagen. So gewann er 2002 den prestigereichen Olivier Award für seine West-End-Performance in Kenneth Branaghs „The Play What I Wrote“ und war im TV u.a. neben Helen Mirren in Tom Hoopers preisgekrönter Serie „Elizabeth I“ zu sehen.
Für seine Verkörperung des legendären Autoren Truman Capote in Kaltes Blut – Auf den Spuren von Truman Capote (Infamous, 2006) neben Sandra Bullock und Gwyneth Paltrow erhielt er den Hauptpreis der Londoner Kritikervereinigung für die beste männliche Hauptrolle. Weitere Critics-Circle-Nominierungen folgten für Der bunte Schleier (The Painted Veil, 2006), Oliver Stones W. (2008) sowie Ron Howards Frost/Nixon (2008). Als Teil des Ensembles von Frost/Nixon, in dem er den Part des berühmten Hollywood-Agenten Irving „Swifty“ Lazar übernahm, wurde der Mime für einen Screen Actors Guild nominiert. Weiterhin agierte Jones etwa in Wenn Träume fliegen lernen (Finding Neverland, 2004), Der Nebel (The Mist, 2007), The Rite – Das Ritual (The Rite, 2011), Captain America – The First Avenger (2011) oder Die Abenteuer von Tim und Struppi (The Adventures of Tintin, 2011).
Nicht minder bemerkenswert ist sein Beitrag zum Erfolg der Harry Potter-Serie, in der er seit Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Harry Potter and the Chamber of Secrets, 2002) dem Hauselfen Dobby seine unverwechselbare Stimme leiht. Nach DAME, KÖNIG, AS, SPION wird Jones neben Jennifer Lawrence und Liam Hemsworth in der Verfilmung von Die Tribute von Panem – The Hunger Games (The Hunger Games, 2012) zu sehen sein, die STUDIOCANAL am 22. März 2012 in die deutschen Kinos bringt.
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SVETLANA KHODCHENKOVA (Irina)

DAME, KÖNIG, AS, SPION markiert das internationale Debüt der in Moskau geborenen Absolventin der Higher Theatre School Russlands, die in ihrem ersten Ausbildungsjahr von Regisseur Stanislav Govorukhin entdeckt wurde. Dieser besetzte Khodchenkova in seinem Erfolgsfilm Blagoslovite zhenshchinu (2003), was ihr prompt einen Nika Award – das russische Äquivalent zum Oscar – als beste Schauspielerin bescherte. Seither zählt sie zu den bekanntesten Aktricen des Landes, vielfach besetzt in Filmproduktionen und Fernsehserien. Für ihre Arbeit in Mala Moskwa (2008) wurde sie beim Polish Film Festival erneut als beste Schauspielerin geehrt.
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SIMON McBURNEY (Oliver Lacon)

Director, actor, and writer Simon McBurney is one of the most innovative and influential artists working in theatre today. He was the recipient of the Olivier, Evening Standard, and London Critics Circle Awards for Best Play for A Disappearing Number.
The co-founder of the troupe Complicité (originally named Théâtre de Complicité), Mr. McBurney has written, directed and acted in more than forty productions for the company.
Mr. McBurney is the recipient of the 2008 Berlin Academy of Arts Konrad Wolf Prize for outstanding multi-disciplinary artists. Also in 2008, he became the first non-Japanese director to receive the Yomiuri Theatre Awards Grand Prize, for his staging of Shun-kin.
As an actor, he performs extensively in film and television. Films have included Bright Young Things, The Manchurian Candidate, The Last King of Scotland, The Golden Compass, The Duchess, Harry Potter and the Deathly Hallows Part 1, as the voice of Kreacher; and the recent Jane Eyre.
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MARK STRONG (Jim Prideaux)

Mark Strong wurde am 30. August 1963 in London geboren und studierte an der Royal Holloway University of London, bevor er sein schauspielerisches Rüstzeug an der Bristol Old Vic Theatre School erwarb. Der versierte Theaterdarsteller wurde 2003 für seine Leistung in Sam Mendes‘ Inszenierung von „Twelfth Night“ für den Olivier Award nominiert und agierte als Mitglied der Royal Shakespeare Company unter anderem in Danny Boyles „Hess is Dead“ am National Theatre sowie in vier Produktionen von Regisseur Richard Eyre.
Nach zwei Dutzend Verpflichtungen für das britische Fernsehen gelang ihm der nationale Durchbruch als Hauptdarsteller der Serie „The Long Firm“, für den er 2004 mit dem BAFTA nominiert wurde. Im Folgenden war er für UK-Regisseure wie Guy Ritchie, Ridley Scott, Matthew Vaughn oder Danny Boyle oftmals erste Wahl, wenn es um die Besetzung charismatischer wie furchteinflößender Finsterlinge ging. So sah man Strong im Kino etwa in Revolver (2004), Syriana (2005), Sunshine (2007), Rock’N’Rolla (RocknRolla, 2008) oder Der Mann, der niemals lebte (Body of Lies, 2008). Zu den letzten Arbeiten des Sohnes einer Österreicherin und eines Italieners zählen Kino-Events wie Sherlock Holmes (2009), Robin Hood (2010) oder Kick-Ass (2010) ebenso wie die Arthouse-Perlen The Way Back (2010) von Peter Weir oder The Guard – Ein Ire sieht schwarz (The Guard, 2011) von John Michael McDonagh.
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Stab
TOMAS ALFREDSON – Regie

Der schwedische Regisseur Tomas Alfredson erlangte schlagartig Prominenz in der Filmwelt, als seine vielfach bewunderte Adaption von John Ajvide Lindquists Roman „Låt den rätte komma in“ unter dem internationalen Titel So finster die Nacht (Let the Right One In, 2008) ins Kino kam. Das so anrührende wie erschreckende Drama über die Annäherung eines einsamen Teenagers und eines weiblichen Vampirs gewann auf über dreißig Festivals weltweit zahlreiche Preise und wurde als bester fremdsprachiger Film für den BAFTA nominiert.
Alfredson begann seine Laufbahn beim schwedischen Fernsehen, wo er für die Sender TV4 und SVT an Erfolgsprogrammen wie „Fort Boyard“, „7 till 9“ oder „Bert“ arbeitete. Als der populäre Titelheld von „Bert“ mit Bert, die letzte Jungfrau (Bert – den sista osgulden, 1995) gar seinen eigenen Kinofilm bekam, wechselte auch Anderson als Regisseur zur großen Leinwand und erhielt eine erste Nominierung für den Guldbagge Award, die schwedische Version des Oscar.
Im Folgenden schloss er sich dem Komödianten-Kollektiv Killinggånget an, für das er bis Ende der Neunziger vier je einstündige Satiren inszenierte. Vor allem die Fake-Dokumentation „Torsk på Tallin“ wurde zum skandinavischen Klassiker und ermöglichte Alfredson 2001 unter anderem ein Stipendium der Swedish Film Critic Association. 2004 drehte er dann den ersten Kinofilm rund um die Komiker von Killinggåanget: Fyra nyanser av brunt (2004), der vier Guldbagge Awards gewann, u.a. für die beste Regie.
Der am 1. April 1965 in Lindigö bei Stockholm geborene Multikönner konzipierte in einer Kollaboration mit Autor Klas Ostergren außerdem die Erfolgsserien „Offer och gårningsmån“ sowie „Soldater i måansken“, bevor er im Herbst 2009 sein Debüt als Regisseur am Royal Dramatic Theatre in Stockholm gab. DAME, KÖNIG, AS, SPION ist sein erster englischsprachiger Spielfilm.
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BRIDGET O‘CONNOR & PETER STRAUGHAN – Drehbuch
Gemeinsam haben O‘Connor und Straughan vor DAME, KÖNIG, AS, SPION bereits diverse Skripts verfasst – darunter die Drehbücher zu Paul Weilands Sixty Six (2006) mit Helena Bonham Carter sowie zu Bille Eltringhams Mrs. Ratcliffe‘s Revolution (2007).
Bridget O‘Connor, die 2010 tragischerweise verstarb, als DAME, KÖNIG, AS, SPION gerade vor die Kameras ging, studierte Englisch an der Lancaster University und traf ihren späteren Ehemann und Schreibpartner Peter Straughan als Literatur-Dozentin an der Newcastle and Durham University. Für ihre Kurzgeschichten, Radio- und Bühnenstücke wurde die Autorin mehrfach ausgezeichnet. So erhielt sie unter anderem 1991 den „Time Out“ Short Story Award. Ihre Stories sind in Anthologien wie „The New Picador Book of Contemporary Irish Fiction“ sowie in den Sammelbänden „Here Comes John“ sowie „Tell Her You Love Her“ erhältlich.
Peter Straughan ist ebenfalls als langjähriger Autor für Kino, TV, Radio und Bühne auf der britischen Insel bekannt. Zu seinen Drehbüchern zählen New York für Anfänger (How to Lose Friends & Alienate People, 2008), Männer, die auf Ziegen starren (The Men Who Stare at Goats, 2009) und zuletzt Eine offene Rechnung (The Debt, 2010). Ferner hat Straughan mit „Gee Gee“ jüngst seinen ersten Kurzfilm inszeniert und sitzt derzeit im Auftrag von Regisseur David Fincher an einer Adaption des Buches „Second Lives“ von Tim Guest.
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JOHN LE CARRÉ – Romanautor & ausführender Produzent

John le Carré wurde am 19. Oktober 1931 unter dem Namen David Cornwell in Poole, Dorset, geboren. Er besuchte die Sherborne School, bevor er 1948 an der Universität Bern Germanistik studierte und 1956 sein Studium der Neuen Sprachen am Lincoln College in Oxford mit Auszeichnung abschloss. Am Eton College lehrte er ab 1956 Französisch und Deutsch, bevor er 1958 Agent des MI5 wurde und 1960 zum Secret Intelligence Service wechselte, dem britischen Auslandsgeheimdienst MI6, für den er als Botschaftssekretär in Bonn und als Konsul in Hamburg tätig war.
Seit 1964 ist le Carré ausschließlich als Schriftsteller tätig und hat bislang 22 Romane veröffentlicht, in denen DAME, KÖNIG, AS, SPION-Held George Smiley mehrfach die Hauptfigur ist, so auch in le Carrés Debüt „Schatten von gestern“ und in seinem dritten Werk „Der Spion, der aus der Kälte kam“, das ihm den internationalen Durchbruch brachte. Wie schon 1965 mit Der Spion, der aus der Kälte kam (The Spy Who Came in from the Cold, 1965) mit Richard Burton, so wurden le Carrés Romane auch in den folgenden Jahrzehnten immer wieder für große Kinofilme herangezogen: Die Libelle (The Little Drummer Girl, 1984) mit Diane Keaton, Das Russland-Haus (The Russia House, 1990) mit Sean Connery, Der Schneider von Panama (The Tailor of Panama, 2001) und Der ewige Gärtner (The Constant Gardener, 2005) mit Ralph Fiennes.
2010 - Verräter wie wir (Our Kind of Traitor)
2008 - Marionetten (A Most Wanted Man)
2006 - Geheime Melodie (The Mission Song)
2003 - Absolute Freunde (Absolute Friends)
2001 - Der ewige Gärtner (The Constant Gardner)
1999 - Single & Single
1996 - Der Schneider von Panama (The Tailor of Panama)
1995 - Unser Spiel (Our Game)
1993 - The Nachtmanager (The Night Manager)
1991 - Ein guter Soldat (The Unbearable Peace)
1990 - Der heimliche Gefährte (The Secret Pilgrim)
1989 - Das Russlandhaus (The Russia House)
1986 - Ein blendender Spion (The Perfect Spy)
1983 - Die Libelle (The Little Drummer Girl)
1979 - Agent in eigener Sache (Smiley’s People)
1977 - Ein Art Held (The Honourable Schoolboy)
1974 - Dame, König, As, Spion (Tinker Tailor Soldier Spy)
1971 - Der wachsame Träumer (The Naive and Sentimental Lover)
1968 - Eine kleine Stadt in Deutschland (A Small Town in Germany)
1965 - Krieg im Spiegel (The Looking Glass War)
1963 - Der Spion, der aus der Kälte kam (The Spy who came from the Cold)
1962 - Ein Mord erster Klasse (A Murder of Quality)
1961 - Schatten von gestern (Call fort he Dead)
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HOYTE VAN HOYTEMA, F.S.F., N.S.C. – Kamera
Für seine unvergessliche Kameraarbeit bei Tomas Alfredsons So finster die Nacht (Let the Right One In, 2008) erhielt der gebürtige Schweizer van Hoytema beim Göteborg Film Festival den Kodak Nordic Vision Award sowie den schwedischen Oscar. Ein weiterer Guldbagge Awards wurde ihm anschließend für Das Mädchen (Flickan, 2009) verliehen. Van Hoytema lernte sein Handwerk an der Nationalen Filmschule im polnischen Lodz und gilt laut „Variety“ als einer der talentiertesten neuen Kameraleute der Branche. Vor DAME, KÖNIG, AS, SPION fotografierte er David O. Russells The Fighter (2010) mit Mark Wahlberg und Christian Bale in den Hauptrollen.
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MARIA DJURKOVIC – Szenenbild
Seit ihrem Studium in Oxford, das mit einem Stipendium beim Riverside Theatre verbunden war, arbeitet Djurkovich als Set-Designerin sowohl für Bühnenstücke und Opern als auch für Fim- und TV-Produktionen. Für ihr Produktionsdesign bei Stephen Daldrys Filmen Billy Elliot (Billy Elliot – I will Dance, 2000) sowie The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit (The Hours, 2002) wurde sie je mit Nominierungen seitens der Art Directors Guild bedacht und erhielt 2002 den Women in Film and Television Technical Achievement Award. Überdies zählen zu ihren Kino-Engagements Produktionen wie Sylvia (2003) mit Gwyneth Paltrow, Vanity Fair (2004) mit Reese Witherspoon, der globale Blockbuster Mamma Mia! (2008) sowie mit Scoop – Der Knüller (Scoop, 2006) und Cassandra‘s Dream (2007) zwei der von Woody Allen in London inszenierten Filme.
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JAQUELINE DURRAN – Kostüme
Für ihr Kostümdesign bei Joe Wrights Abbitte (Atonement, 2007) wurde Durran sowohl für einen Academy Award als auch für einen BAFTA nominiert, während sie für die Arbeit an Stolz & Vorurteil (Pride & Prejudice, 2005) einen Satellite Award gewann. Mit Regisseur Wright kollaborierte sie im Folgenden erneut bei Der Solist (The Soloist, 2009) und steht ihm derzeit am Set von Anna Karenina (2012) zur Seite. Zu ihren weiteren Credits gehören vornehmlich britische Spielfilme wie Young Adam – Dunkle Leidenschaft (Young Adam, 2003), Vera Drake (2004), Happy-Go-Lucky (2008) oder Another Year (2010). Vera Drake bescherte Durran überdies den BAFTA für das beste Kostümdesign.
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DINO JONSÄTER – Schnitt
Dino Jonsäter war bereits für den Schnitt von Tomas Alfredsons Meisterwerk So finster die Nacht (Let the Right One In, 2008) verantwortlich und schloss sich bei der Bearbeitung von DAME, KÖNIG, AS, SPION gemeinsam mit Alfredson für Monate ein, um für die komplexe Struktur von John le Carrés Roman eine adäquate filmische Entsprechung zu finden. Jonsäter ist seit 1996 im Geschäft und hat in Skandinavien über 200 Fernsehfilme, Dokumentationen, Musikvideos und Werbeclips geschnitten.
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ALBERTO IGLESIAS – Musik
Spaniens bekanntester Komponist von Filmscores ist bereits jeweils zwei Mal je für den Oscar und den BAFTA nominiert worden – zunächst für seine Musik zu Fernando Meirelles‘Der ewige Gärtner (The Constant Gardener, 2005) und nachfolgend für Marc Fosters Der Drachenläufer (The Kite Runner, 2007). In Spanien ehrte man ihn mit vier Goyas für seine Soundtracks zu Pedro Almodóvars Arbeiten Alles über meine Mutter (Todo sobre mi madre, 1999), Sprich mit ihr (Habla con ella, 2002), Volver (2006) und Zerrissene Umarmungen (Los abrazos rotos, 2009). Insgesamt kollaborierten Iglesias und Almodóvar bereits bei acht Kinofilmen, so auch unlängst bei Die Haut, in der ich wohne (La piel que habito, 2011). Mit seinem charaktervollen Soundtrack für DAME, KÖNIG, AS, SPION ist Alberto Iglesias erneut Anwärter auf den Oscar.
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GEWINNSPIEL